Freiwillige Feuerwehr der Stadt Memmingen e.V.

Kinderfeuerwehr erkundet die Stadt bei einer besonderen Stadtführung

Die erste Gruppenstunde nach den Osterferien stand unter dem Motto „Heimatkunde“. Hierzu wurde eine Stadtführung der besonderen Art organisiert. Durch die Stadtinformation wird eine Mitmach-Führung für Kinder „Wer einmal lügt…“ angeboten.

 

Stadtführerin Heidi Stölzle nahm die Kinder und Betreuerinnen der Kinderfeuerwehr am Marktplatz in Empfang. Sie erklärte, dass es bei dieser Stadtführung u.a. darum geht, dass die Kinder die vorgetragenen Geschichten über unsere Heimatstadt in „wahr“ oder „unwahr“ einstuften. Hierzu bekam jedes Kind eine Kelle, die eine Seite war mit der Farbe rot bedruckt (für unwahr), die andere Seite in grün galt als wahr.

Gleich am Marktplatz wurde dies bei einer Geschichte über Essgewohnheiten der Kinder im Mittelalter getestet. Hierbei wurde von Frau Stölzle die erzählt, dass die Kinder früher mit Messer, Gabel und Löffel essen mussten. Schnell gingen die Kellen nach oben; viele Kinder stuften diese Geschichte als wahr ein. Die Stadtführerin löste natürlich das Rätsel und erzählte dass im Mittelalter die Kinder nur mit dem Löffel gegessen hatten. Eine Gabel beispielsweise galt halt „Teufelswerkzeug“.

Nach diesem ersten Test ging es weiter über den Marktplatz Richtung Stadtbach. Bei der Geschichte, dass es in Memmingen einen Fischertag für Männer und Frauen gab hielten die meisten Kinder die Kellen auf grün. Das wussten fast alle Kinder, dass es nur einen Fischertag in Memmingen gibt, bei dem ausschließlich Männer und Buben in den Stadtbach „jucken“ dürfen.

Unser Stadtrundgang mit den verschiedenen Geschichten über Memmingen führte uns an das „Weber am Bach“, weiter zum Weinmarkt und zum Fuggerbau. Von dort aus ging es über den Martin-Luther-Platz (hier durfte die Geschichte über das Pfeifferlein im Pestfriedhof nicht fehlen), die Zangmeisterstraße hinunter. Sehr verwundert über die „Pyramiden in Memmingen“ waren nicht nur die Kinder, sondern auch die Betreuerinnen der Kinderfeuerwehr. Unser Weg führte uns dann noch in den Einlass und dann weiter zum Hexenturm. An dieser Stelle endete die Mitmach-Stadtführung.

Zusammenfassend können wir sagen, dass diese Gruppenstunde wieder sehr viel Spaß gemacht hat, aber auch sehr lehrreich war. Die Kinder lernten unsere Heimatstadt mit ganz anderen Augen zu sehen. An dieser Stelle bedanken wir uns sehr herzlich bei der Stadtführerin Frau Stölzle, die eine hervorragende Stadtführung der besonderen Art zu bieten hatte.